Das IntraActPlus-Konzept ist von seiner Konzeption her grundsätzlich wissenschaftlich aufgebaut. Im Rahmen des IntraActPlus-Konzepts wurden eine Reihe von Studien durchgeführt und veröffentlicht, die unterschiedliche Therapiebausteine untersucht haben. Eine Liste unserer Publikationen finden Sie hier. Überprüfungen zu weiteren Aspekten sind in Arbeit. Darüber hinaus haben wir in unseren Büchern den jeweiligen Stand der Forschung zu unterschiedlichen Themen wiedergegeben.

Unabhängig von der eigenen Forschung haben wir uns von Anfang an Gedanken über die Lösung grundlegender Probleme der Therapieforschung gemacht:

  1. Je größer das Therapiepaket ist, das man untersucht, desto mehr einzelne Therapiebausteine umfasst es. Wenn ein Effekt gefunden wird, ist es damit unmöglich, Aussagen über Kausalität zu machen, weil nicht zu sagen ist, auf welchen Therapiebaustein dieser Effekt zurückzuführen ist.
  2. Wenn ein Gesamtpaket nur durch eine einzige Studie überprüft wird, hat man bereits Fehlermöglichkeiten, die sich nur aufgrund der Irrtumswahrscheinlichkeit (meist 5%) der statistischen Überprüfung ergeben. Diese Fehlermöglichkeiten nehmen mit der Anzahl der untersuchten Variablen zu.
  3. Grundsätzlich kann man bei vielen Studiendesigns – beispielsweise bei einem Vergleich mit einer Warte-Kontrollgruppe – nicht ausschließen, ob der gefundene Effekt einer Studie nur auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass überhaupt Therapie gemacht wurde. Bei einer Warte-Kontrollgruppe bekommt eine Gruppe nichts und mit der anderen Gruppe beschäftigt sich jemand. Man weiß, dass allein dies zu signifikanten Gruppenunterschieden führen kann.
  4. Wenn man zwei Experimentalgruppen macht, die unterschiedliche Therapien bekommen, ergibt sich eine andere Schwierigkeit: Die durchführenden TherapeutInnen müsste in beiden Verfahren gleich kompetent und gleich engagiert sein. Würde man den Therapeutenfaktor ausschließen wollen, müsste man für jedes Therapieverfahren mindestens 15 TherapeutInnen arbeiten lassen. Studien in diesem Umfang finden sich in der Therapieforschung nur sehr selten.

Auch wenn das IntraActPlus-Konzept an wichtigen Stellen selbst Studien bezogen auf einzelne Therapiebausteine durchführt, die immer auch die oben aufgeführten Fehler beinhalten können, war uns von Anfang an klar, dass dies für sich genommen keine ausreichende Lösung sein kann. Daher haben wir eine zusätzliche Lösung für die wissenschaftliche Absicherung gewählt:

  1. Im Rahmen des IntraActPlus-Konzeptes werden nur Therapiemaßnahmen eingesetzt, die sich in einem großen Forschungsstrom mit verschiedensten TherapeutInnen und unter unterschiedlichsten therapeutischen Settings als erfolgreich herausgestellt haben, d.h. deren Effekte statistisch signifikant wurden. Damit umgehen wir das Problem, dass eine einzelne Studie fehlerbehaftet sein kann.
  2. Das IntraActPlus-Konzept stützt sich auf theoretische Grundannahmen, die über lange Zeit experimentell abgesichert wurden. Damit umgehen wir auch hier das Problem, dass eine einzelne Studie fehlerbehaftet sein kann.


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