Anleitungen und Lösungen zu Mathe lernen 1 nach dem IntraActPlus-Konzept
Heft 2

Beispiel Heft 2, S. 1
Ziel: Die Subtraktion am Beispiel konkreter Mengen verstehen
Erklären Sie dem Kind die erste Aufgabe beispielsweise so: „Schau, hier sind 2 Äpfel.“ Sie zeigen auf die beiden Äpfel. „Dieser Apfel ist durchgestrichen. Der ist also weg. Vielleicht hat ihn jemand aufgegessen.“ Sie zeigen auf den durchgestrichenen Apfel. „Dieser Apfel ist noch übrig.“ Sie zeigen auf den nicht durchgestrichenen Apfel.
Erklären Sie weiter: „Dazu kann man eine Rechenaufgabe schreiben: 2 minus 1 gleich.“ Zeigen Sie dabei mit dem Finger jeweils auf die Zahl bzw. das Zeichen, das Sie gerade sprechen.
Bitten Sie das Kind, es Ihnen nachzumachen, d. h. die Aufgabe zu sprechen und dabei mit dem Finger auf die entsprechende Zahl bzw. das entsprechende Zeichen zu zeigen.
Erklären Sie die Minusaufgabe noch einmal am Beispiel der Äpfel. Jetzt darf das Kind das Ergebnis aufschreiben.

Beispiel Heft 2, S. 7
Ziel: Die Subtraktion im Zahlenraum verstehen
Das Kind liest die erste Aufgabe ( 10+1= ).
Besprechen Sie sinngemäß: „Jetzt suchen wir hier im Zahlenfeld die 10“ (auf die Zahl »10« zeigen) „und da steht minus 1. Bei Minus muss ich ein Kästchen zurückgehen. Bei welcher Zahl sind wir dann?“
Das Ergebnis wird auf die Linie geschrieben.
Wenn die Aufgaben schwer fallen, können die geschriebenen Lösungen abgedeckt und die Übungen wiederholt werden.

Beispiel Heft 2, S. 8

Schablone (liegt den Heften bei)
Ziel: Speichern und Automatisieren von Subtraktionsaufgaben
Die Schablone (unteres Bild) wird so auf das Übungsblatt gelegt, dass nur die beiden grünen Felder zu sehen sind.
Das Kind deckt das rechte Fenster der Schablone mit seiner rechten Hand ab.
Die Schablone wird nach unten geschoben, bis die erste Aufgabe sichtbar ist.
Das Kind löst die Aufgabe. Danach nimmt es die Hand von der Schablone und prüft, ob es richtig gerechnet hat.
Das Kind deckt das Ergebnisfeld wieder mit der Hand ab, schiebt die Schablone eine Zeile weiter nach unten und löst die nächste Aufgabe.
Umgehen mit Unsicherheit oder Fehlern:
Wenn sich das Kind bei einer Aufgabe nicht sicher ist oder falsch rechnet, schaut es sich Aufgabe und Ergebnis an. Es nimmt sich Zeit, um das Ergebnis zu speichern. Dann wird die Schablone eine Reihe nach oben geschoben und die vorausgehende Aufgabe gelöst. Anschließend wiederholt sich die Aufgabe, die unsicher oder falsch war. Ziel ist es, da wo Fehler auftreten, das richtige Ergebnis intensiv zu speichern.
Wie oft jede Seite wiederholen:
Jede Seite wird so oft wiederholt, bis die Aufgaben mühelos und möglichst fehlerfrei gelöst werden. Für eine dauerhafte Speicherung ist es wichtig, eine Seite auch an den folgenden Tagen immer wieder zu wiederholen. Solange, bis sie ganz sicher und fehlerfrei ist.
Siehe auch Video zu Heft 1 unter 1.4.

Beispiel Heft 2, S. 55
Ziel: Das Konzept der „Umkehraufgabe“ umfassend verstehen und sicher speichern.
Das Kind liest jeden Satz langsam. Falls das Lesen schwer fällt, lesen Sie vor. Besprechen Sie nach jedem Satz, was damit gemeint ist. Lassen Sie das Kind den Inhalt wiederholen.
Wir empfehlen, die entsprechenden Seiten in den nächsten Tagen mehrmals zu wiederholen – bis die Information sicher im Langzeitgedächtnis abgelegt ist.

Beispiel Heft 2, S. 61
Ziel: Flexibel zwischen Addition und Subtraktion wechseln
Anleitung siehe unter 2.2

Beispiel Heft 2, S. 67
Ziele: Training der visuellen Wahrnehmung / Üben von Graphomotorik
Die visuelle Wahrnehmung – also das Erfassen von bildlichen Informationen – ist eine wesentliche Voraussetzung für das Verstehen von mathematischen Aufgabenstellungen. Die visuelle Wahrnehmung lässt sich gut trainieren. Dies haben Studien gezeigt. Deshalb enthält dieses Matheprogramm viele Übungen zum Training der visuellen Wahrnehmung.
Wir empfehlen, die entsprechenden Übungen regelmäßig parallel zum Üben von Addition und Subtraktion durchzuführen. Die Aufgaben in diesem Kapitel können parallel zu den vorangegangenen Unterkapitel angegangen werden. Wir empfehlen, bereits parallel zu Kapitel 1.4 damit zu beginnen.

Beispiel Heft 2, S. 77
Ziele: Das „Spiegeln“ verstehen und üben / Training der visuellen Wahrnehmung
Auch Aufgaben zum Spiegeln dienen dem Training der visuellen Wahrnehmung. Kindern, denen dies noch schwerfällt, hilft es oft, die Seiten mehrfach zu bearbeiten. Die Lösungen sollten dabei nicht angekreuzt, sondern gezeigt oder auf ein separates Blatt geschrieben werden.
