Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung der IntraAct-Lernapp
§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für die Nutzung der mobilen Applikation („App“) der
IntraAct GmbH
Jagerbauerstr. 12
82061 Neuried
nachfolgend „Anbieter“.
(2) Die App kann sowohl von Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB als auch im Rahmen einer beruflichen oder institutionellen Tätigkeit genutzt werden, insbesondere in Schulen, pädagogischen Einrichtungen und therapeutischen Praxen.
(3) Gegenstand des Vertrages ist die Nutzung der App als Lernapp nach dem IntraActPlus-Konzept (z. B. zum Lesen- oder Schreibenlernen) einschließlich der in die App integrierten cloudbasierten, KI-gestützten Spracherkennung.
(4) Die Spracherkennung wird bei bestimmten Lernaufgaben eingesetzt. Eine Aufnahme und Verarbeitung gesprochener Sprache erfolgt erst, nachdem der Nutzer das Mikrofon aktiv eingeschaltet hat und die hierfür erforderliche Berechtigung auf dem Endgerät erteilt wurde.
(5) Die Spracherkennung befindet sich derzeit in einer Erprobungs- und Weiterentwicklungsphase. Erkennungsergebnisse können im Einzelfall fehlerhaft sein. Ein bestimmtes Erkennungsergebnis wird nicht geschuldet.
§ 2 Bezug der App und kostenpflichtige Funktionen
(1) Die App wird über den Apple App Store und den Google Play Store („App-Stores“) angeboten.
(2) Der Download der App ist kostenlos. Bestimmte Inhalte und Funktionen können zunächst kostenlos genutzt werden. Der vollständige Zugriff auf die kostenpflichtigen Inhalte erfolgt über ein In-App-Abonnement.
(3) Der Erwerb und die Zahlungsabwicklung eines Abonnements erfolgen über den jeweiligen App-Store. Hierfür gelten ergänzend die Bedingungen und Zahlungsmodalitäten von Apple beziehungsweise Google.
(4) Vor Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements werden dem Nutzer insbesondere der Preis, der Abrechnungszeitraum und die Bedingungen einer Verlängerung im jeweiligen App-Store angezeigt.
§ 3 Abonnements, Laufzeit und Kündigung
(1) Für die Nutzung der kostenpflichtigen Inhalte stehen die in der App beziehungsweise im jeweiligen App-Store angezeigten Abonnementmodelle zur Verfügung.
(2) Bei einem Monatsabonnement erfolgt die Abrechnung monatlich. Das Abonnement verlängert sich entsprechend den im jeweiligen App-Store angezeigten Bedingungen, sofern es nicht gekündigt wird.
(3) Bei einem Jahresabonnement erfolgt die Abrechnung für den jeweils angegebenen Jahreszeitraum. Für Verlängerung und Kündigung gelten die beim Abschluss des Abonnements angezeigten Bedingungen des jeweiligen App-Stores sowie die zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
(4) Die Abrechnung erfolgt über das im jeweiligen App-Store-Konto hinterlegte Zahlungsmittel.
(5) Ein Abonnement kann über die Abonnementverwaltung des jeweiligen App-Stores gekündigt werden. Die Deinstallation der App beendet ein bestehendes Abonnement nicht.
(6) Nach einer Kündigung bleiben die kostenpflichtigen Inhalte grundsätzlich bis zum Ende des bereits bezahlten Nutzungszeitraums verfügbar, soweit der jeweilige App-Store oder zwingende gesetzliche Vorschriften nichts anderes vorsehen.
§ 4 Nutzungsrechte
(1) Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Dauer der jeweiligen Nutzungsberechtigung ein einfaches, nicht ausschließliches und nicht übertragbares Recht ein, die App im Rahmen dieser AGB zu nutzen.
(2) Die App darf sowohl privat als auch im Rahmen einer beruflichen oder institutionellen Tätigkeit genutzt werden.
(3) Die Einrichtung mehrerer Lernprofile innerhalb der App ist zulässig, soweit dies durch die App technisch vorgesehen ist.
(4) Eine Weitergabe, Vervielfältigung, Bearbeitung oder sonstige Nutzung der Inhalte außerhalb der durch die App vorgesehenen Funktionen ist nicht gestattet, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften etwas anderes erlauben.
§ 5 Technische Voraussetzungen, Spracherkennung und Verfügbarkeit
(1) Für die Nutzung der App ist ein kompatibles Endgerät mit einer unterstützten Version des jeweiligen Betriebssystems erforderlich.
(2) Für internetbasierte Funktionen, insbesondere die cloudbasierte Spracherkennung, ist eine Internetverbindung erforderlich.
(3) Für die Nutzung der Spracherkennung muss der Nutzer das Mikrofon aktiv einschalten und die erforderliche Mikrofonberechtigung erteilen. Ohne aktiviertes Mikrofon kann für die jeweilige Sprachaufgabe keine automatische Spracherkennung und Rückmeldung erfolgen.
(4) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Bereitstellung der App und der cloudbasierten Funktionen. Vorübergehende Einschränkungen können insbesondere aufgrund von Wartungsarbeiten, technischen Störungen, Aktualisierungen oder Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters auftreten.
(5) Eine hundertprozentige und jederzeitige Verfügbarkeit internetbasierter Funktionen kann technisch nicht gewährleistet werden.
(6) Der Anbieter stellt während des gesetzlich maßgeblichen Zeitraums erforderliche Aktualisierungen einschließlich erforderlicher Sicherheitsaktualisierungen nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften bereit.
§ 6 Datenschutz
(1) Bei der Nutzung der App können personenbezogene Daten verarbeitet werden. Einzelheiten zu Art, Umfang, Zweck und Rechtsgrundlage der Verarbeitung ergeben sich aus der Datenschutzerklärung der App.
(2) Dies gilt insbesondere für die Verarbeitung von Sprachdaten im Rahmen der Spracherkennung.
(3) Die Aktivierung des Mikrofons und die hierfür erforderliche Geräteberechtigung erfolgen durch den Nutzer. Informationen zur Verarbeitung und Speicherung der dabei entstehenden Sprachdaten finden sich in der Datenschutzerklärung.
§ 7 Gewährleistung und Haftung
(1) Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte für digitale Produkte. Für Nutzer, die die App im Rahmen ihrer gewerblichen, beruflichen oder institutionellen Tätigkeit nutzen (Unternehmer), ist die Gewährleistung für Mängel, die nicht auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, auf einen Zeitraum von 12 Monaten ab Bereitstellung beschränkt.
(2) Der Anbieter haftet nach den gesetzlichen Vorschriften für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden, sowie für Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit.
(3) Bei leicht fahrlässig verursachten Schäden haftet der Anbieter nur, wenn eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wurde. In diesem Fall ist die Haftung auf den Schaden begrenzt, mit dem bei der Nutzung der App typischerweise gerechnet werden muss.
(4) Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften, insbesondere das Produkthaftungsgesetz, bleiben unberührt.
(5) Die Spracherkennung unterstützt den Lernprozess. Da automatische Spracherkennung technisch nicht immer fehlerfrei arbeitet, können einzelne Lautäußerungen falsch oder gar nicht erkannt werden. Solche einzelnen Erkennungsfehler stellen keinen Mangel der App dar, solange die Spracherkennung im Gesamten der vereinbarten oder üblichen Beschaffenheit entspricht.
§ 8 Widerruf und Erstattungen
(1) Verbrauchern stehen die gesetzlichen Widerrufsrechte zu.
(2) Soweit ein Abonnement über den Apple App Store oder Google Play Store erwoben wurde, können Widerrufe und Erstattungsanträge über die hierfür vorgesehenen Funktionen des jeweiligen App-Stores abgewickelt werden.
(3) Für die Voraussetzungen und Folgen eines gesetzlichen Widerrufs gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Ergänzend gelten die jeweiligen Verfahren und Bedingungen des App-Stores, über den der Kauf abgewickelt wurde.
(4) Gesetzliche Rechte des Verbrauchers, insbesondere bei mangelhafter oder unterbliebener Bereitstellung eines digitalen Produkts, bleiben unberührt.
§ 9 Änderungen und Aktualisierungen der App
(1) Der Anbieter ist berechtigt, die App technisch weiterzuentwickeln und Funktionen zu aktualisieren, soweit dadurch die vertragsgemäße Nutzung nicht unangemessen beeinträchtigt wird.
(2) Änderungen können insbesondere erforderlich sein, um die Sicherheit, Funktionsfähigkeit, Kompatibilität oder Qualität der App und der Spracherkennung zu verbessern.
(3) Zwingende gesetzliche Rechte der Nutzer im Zusammenhang mit Änderungen digitaler Produkte (§ 327r BGB) bleiben unberührt.
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, nicht eingeschränkt werden.
(2) Ist der Nutzer Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist der Sitz des Anbieters ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag.
(3) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die unter europa.eu abrufbar ist. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist der Anbieter nicht verpflichtet und nicht bereit.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
§ 11 Stand der AGB
Stand: September 2026
